Saatgut aufbewahren und den Tag retten … oder zumindest Zeit und Geld sparen!
Von Victoria Fuller
Je nachdem, wo Sie leben, denken Sie vielleicht, dass die Gartensaison draußen längst vorbei ist – aber das stimmt nicht unbedingt! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, besonders wenn es darum geht, Beschäftigungen im Garten zu finden! Heute sprechen wir über die Saatguternte – nicht die aufregendste Gartenarbeit (keine Wasserrutsche, aber was ist das schon?), aber auf jeden Fall die Zeit wert!

Vielleicht haben Sie noch eine einzelne Paprika oder einige Tomaten am Strauch, die nicht mehr ganz frisch aussehen. Vielleicht wirken sie etwas braun, verschrumpelt und allgemein nicht mehr glücklich – aber keine Sorge! Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um ihre Samen zu ernten und ihnen in der nächsten Saison neues Leben einzuhauchen!
Es gibt viele Gemüsesorten, von denen Sie problemlos Saatgut ernten können, wie Paprika, Erbsen, Tomaten und grüne Bohnen. Auch von Ihren Blumen können Sie Samen sammeln! Beliebte Sorten zum Ernten sind unter anderem: Sonnenblumen, Cosmea, Zinnien, Petunien und Ringelblumen!

Die Saatguternte ist kinderleicht: Sie müssen die Samen einfach aus den Pflanzen entnehmen und fermentieren (dadurch wird sichergestellt, dass sie nicht verrotten oder keimen, bevor Sie sie pflanzen können!). Befolgen Sie diese einfachen Schritte, um Ihr eigenes Saatgut zu ernten:
Schritt 1: Drücken Sie die Samen und das Fruchtfleisch aus der Pflanze in ein Einmachglas und decken Sie das Glas mit einem Tuch ab, um Insekten fernzuhalten, aber Luftzirkulation zu ermöglichen.
Schritt 2: Stellen Sie das Glas über Nacht an einen warmen Ort (zum Beispiel auf den Kühlschrank), bis der Inhalt Blasen bildet (das bedeutet, er ist fermentiert!). Dieser Schritt kann je nach Raumtemperatur mehrere Tage dauern!
Schritt 3: Sobald Ihre Samen Blasen bilden, füllen Sie das Glas zu ¾ mit Wasser und schütteln Sie es kräftig – das hilft, die Samen vom Fruchtfleisch zu trennen.
Schritt 4: Alle Samen, die an die Oberfläche schwimmen, sollten entfernt und kompostiert werden (diese haben nicht die Qualität, die wir für das nächste Jahr aufbewahren möchten!). Lassen Sie das Glas locker abgedeckt weitere 24 Stunden stehen.

Schritt 5: Entfernen Sie am nächsten Tag weitere Samen, die nach oben geschwommen sind, gießen Sie dann vorsichtig alles bis auf etwa 2,5 cm Wasser ab, füllen Sie das Glas wieder auf die ursprüngliche Menge auf und lassen Sie es leicht abgedeckt weitere 24 Stunden stehen.
Schritt 6: Wiederholen Sie die Schritte 3, 4 und 5 so lange, bis schließlich keine Samen mehr nach oben schwimmen und das Wasser klar bleibt. (Dieser Vorgang kann bis zu einer Woche dauern – zum Glück gibt es keine Eile!).
Schritt 7: Verwenden Sie ein feinmaschiges Sieb, um das restliche Wasser von den Samen abzugießen, und legen Sie sie dann auf ein Papiertuch oder einen Pappteller (so können Sie leicht erkennen, wann die Samen trocken sind!).
Schritt 8: Nach 2–3 Tagen sollten Ihre Samen vollständig trocken sein. Sie können einen sanften Ventilator verwenden, um den Prozess zu beschleunigen, wenn Sie es eilig haben!
Schritt 9: Jetzt ist es Zeit, Ihre Samen aufzubewahren! Briefumschläge und kleine Gewürzgläser sind perfekte Behälter für kleine Samen. Sie können Ihre Samen auch in einem luftdichten Behälter bis zu fünf Jahre lang einfrieren!

Wir hoffen, dass dieser Artikel Sie dazu inspiriert hat, Ihr Saatgut aufzubewahren! Das ist nicht nur eine tolle Beschäftigung in den Herbstmonaten, sondern bedeutet auch eine Sorge weniger im Frühling – eine Win-win-Situation!
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